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YouGov, Kapitalismus und Klimawandel

Ich habe mir heute ein Profil auf der Umfrage-Plattform “YouGov“ erstellt und mal meine ketzerischen Meinungen zu Gentechnik, Klimapolitik und diversen Parteien kundgetan. Und zack, schon fühlte sich jemand getriggert:

Zugegeben, ich habe sehr provokativ und unsachlich (z.B. „Ökodiktatur“) geschrieben – wenn auch sehr zutreffend, wie ich finde. Da man leider nicht auf Kommentare antworten kann, ich es aber auch nicht so einfach stehen lassen will, gehe ich halt hier auf die „Argumente“ des getriggerten ein. Er wird das hier zwar wahrscheinlich nicht lesen, ist aber glaube ich auch besser so, denn ich bezweifle, dass wir auf einen Nenner kommen würden.

„Schnappatmung“
Ich weiß, ich lasse mich bei diesen Themen auch zu sehr triggern. Dieses Problem habe ich schon länger: Als ich so ca. 2011-2013 meine religionskritische Phase hatte, habe ich versucht so oft es geht dieses Thema anzusprechen, egal mit wem ich mich unterhalten habe. Insbesondere Kreationisten hatten es mir angetan (und zwar nicht im positiven Sinne). Es gab viele Nächte in denen ich es nicht schaffte einzuschlafen, in denen ich tatsächlich bis drei 3:00 Uhr nachts wach lag, weil ich mir über die Ignoranz dieser Evolutionsleugner den Kopf zerbrochen habe. Heute geht es mir genauso mit Linken. Keine Ahnung warum, aber ich bin total neurotisch was das angeht.

Und trotzdem: Die Freiheiten – insbesondere die wirtschaftlichen – die der Liberalismus uns gebracht hat und der daraus resultierende Wohlstand, sollten jedem halbwegs vernünftigen und anständigen Menschen ein Wert sein. Der Liberalismus hat die Menschen aus der Ständegesellschaft befreit (also den Klassenkampf beendet) und ihnen die Möglichkeit gegeben, durch eigene Anstrengungen nach dem zu streben, was immer sie wollen (soziale Mobilität). Wenn jetzt also jemand über den Liberalismus oder den ach-so-bösen Kapitalismus schimpft, kommt das bei mir folgendermaßen an: „Ich will zurück in eine primitive, gewalttätige, autoritäre Klassengesellschaft, damit ich dessen Macht zu meinen Gunsten nutzen kann und um meine Wertvorstellungen allen anderen aufzudrücken“.
Früher war ich sogar so naiv genug zu glauben, dass im Grunde jeder liberal ist und man oft einfach nur aneinander vorbei redet. Deswegen schockiert es mich immer wieder, wie viele Menschen ganz offen und reflexartig Freiheitseinschränkungen fordern, ohne über die langfristigen Konsequenzen nachzudenken.

Was ich damit sagen will ist, dass jeder, der diese Prinzipien verstanden hat, zur „Schnappatmung“ neigen sollte, d.h. jeder sollte empört sein über den „default-mode“, die Standardvorgehensweise der Grünen, den Bürgern noch mehr Freiheiten und/oder Geld zu nehmen. Denn wie ich bereits im YouGov-Beitrag geschrieben habe, ist es eine uralte Taktik Krisen – ob tatsächliche oder herbei fantasierte – als Ausrede und Gelegenheit zu benutzen, um die Staatsmacht auszuweiten und den Bürger noch mehr zu schröpfen und zu kontrollieren. Es ist nämlich nicht nötig, die Leute mit noch einer Steuer/Abgabe zu belasten, denn es gibt Alternativen:

  1. Atomkraftwerke der vierten Generation, die entweder inhärent sicher (also zu keiner Kernschmelze fähig) sind und/oder mit dem angeblichen Müll der alten Kraftwerke laufen (sowie dessen Halbwertszeit verringern). Das heißt nicht, dass man nur auf Kernkraftwerke setzen sollte, aber man sollte die Vorteile dieser zumindest anerkennen. Das praktisch alle großen Nationen darüber reden und daran forschen, nur Deutschland nicht, ist peinlich.
  2. Gentechnik, die angewendet bei Pflanzen und Tieren die Menge an benötigter Nutzfläche und den Bedarf an Chemikalien bzw. Antibiotika u. ä. reduzieren könnte. Zudem könnte man wurzellose Pflanzen wie Moos gentechnisch verändern, um mehr Sauerstoff zu produzieren. Dieses Moos könnte man großflächig an den Fassaden in Großstädten anbringen, wo es dann als natürlicher Luftfilter dient. Auch an Fleisch aus dem Labor wird ja gerade gearbeitet, welches – wenn perfektioniert – den Viehbestand drastisch reduzieren wird.
    Eine andere Idee von mir (an der sogar glaube ich schon geforscht wird): biolumineszente Bäume, die als Straßenlaternen dienen. Brauchen kein Strom und sind wahrscheinlich günstiger herzustellen.

Man sieht also, dass wie immer der menschliche Erfindergeist und neue Technologien die Lösung sind. Das passt aber diversen Ideologen nicht in ihr naturromantisches Weltbild, auch nicht den diversen subventionierten Firmen und NGOs. Den Linken schon gar nicht, denn dann haben sie keine Rechtfertigung mehr für einen Systemwechsel.

Jetzt besteht eine Nachfrage nach ökologischem Bewusstsein und der Markt bedient diese.
Ein sehr schönes Beispiel für einen Strohmann, den man als Kapitalismus-Befürworter des öfteren hört. Den fand er offenbar so toll, den hat er gleich ein zweites Mal gebracht:

Der Strohmann besteht darin, dass er mir Heuchelei unterstellt, weil ich angeblich anderen ihren ökologischen Lebensstil verbieten wolle, was ich aber nirgendwo geschrieben oder auch nur angedeutet habe. Der Denkfehler der hier begangen wird ist nicht nur für Linke typisch: Kritik wird automatisch als Versuch gewertet, die kritisierte Sichtweise gesetzlich zu verbieten. Bei Kritik am eigenen Weltbild fürchtet man also sofort um die eigene Freiheit. Ich denke, das ist ein wichtiger Grund für die Erklärung, warum viele Menschen bei Kritik am eigenen Weltbild sofort „dicht machen“. Diese Angst ist leider berechtigt, denn oft ist es ja auch so, dass jemand, der etwas als ungerecht kritisiert, es auch durch politische und gesetzliche Maßnahmen, also Zwang, ändern will. Es werden also Politik und Ethik miteinander gleichgesetzt. Dabei ist es nicht zwangsläufig nötig jede Ungerechtigkeit politisch zu bekämpfen. In den meisten Fällen reicht soziale Ächtung.*
Denn zumindest aus liberaler/libertärer Sicht ist die Aufgabe des Staates nicht, den Moralwächter zu spielen (wessen Moral sollte er vertreten und warum gerade diese? Woher nimmt er sich das Recht, diese Moral allen Menschen aufzuzwingen?), sondern seine Aufgabe ist nur, das Recht der Menschen auf Leben zu schützen, indem er Gewalt aus dem alltäglichen Leben verbannt. Eine sehr unbeliebte Auffassung, da es echte Toleranz und Gerechtigkeit bedeuten würde und man nicht mehr so einfach anderen die eigenen Werte aufzwingen könnte.

Die persönliche Lebensführung von anderen oder was sie essen geht mir ziemlich am Arsch vorbei. Ich habe kein Bedürfnis, es ihnen zu verbieten. Ich kann aber trotzdem sagen, für wie bescheuert ich es halte und was ich für eine bessere Alternative halte. Wenn Markt und Produzenten frei wären, könnten ich und andere, die es wollen, nur noch Gentech-Food kaufen und die Ökos ihre komischen Tofu Sachen. Wenn nicht genügend Leute Gentechnik wollen und sich die Produktion nicht lohnt – was ich bezweifle – habe ich halt Pech gehabt. Andersherum gilt das aber offenbar nicht, denn Gentechnik ist in der EU verboten und somit wird mir faktisch gesetzlich vorgeschrieben, was ich essen darf. Gesetze, die Grüne Ideologen in ihrer Paranoia vor „unvorhersehbaren Folgen“ durchgesetzt haben und damit den wissenschaftlichen und Landwirtschaftlichen Fortschritt verhindern. Und dann muss ich mich von solchen Ideologen auch noch der Heuchelei bezichtigen lassen, wenn ich mich beschwere. Klassische Tatsachenumkehr. Jetzt frage mich nochmal jemand, warum ich auf dieses ganze Öko-/Klimawandel Thema so genervt reagiere.

So, das wollte ich einfach nur mal loswerden.


*Ein Restaurantbesitzer, der z.B. keine Homosexuellen bedienen will, ist vielleicht ein Arschloch, aber er hat immer noch Hausrecht. Der Staat hat nicht das Recht in seine Eigentumsrechte einzugreifen, auch nicht dann, wenn die meisten sich einig sind, das er unmoralisch handelt. Soll er doch versuchen, Homosexuelle zu verbannen. Er wird schon sehen, was er in der heutigen Zeit davon hat…

Supernatural 2×17: Sam kills Madison

www.youtube.com/watch

This is not just the saddest scene in Supernatural but the most heartbreaking scene in television ever in my opinion (aside from the season 4 ending of Dexter).

Not just the acting is incredible (Dean’s single tear and how he flinches in the end, the desperation on Sam’s face as he stands in the doorway etc.) but the writing and editing too! The pacing is perfect:

  1. The build-up with the conversation and the quit(er) music.
  2. The climax starting with Sam in the doorway, the music getting louder and the camera zooming in on Dean and then
  3. The abrupt end with the shot silencing the music and blending over to the credits.

It’s just so brilliantly written and carried out.

Ayn Rand: What are „Rights“?

“Rights” are a moral concept—the concept that provides a logical transition from the principles guiding an individual’s actions to the principles guiding his relationship with others—the concept that preserves and protects individual morality in a social context—the link between the moral code of a man and the legal code of a society, between ethics and politics. Individual rights are the means of subordinating society to moral law.
[…]
Bear in mind that the right to property is a right to action, like all the others: it is not the right to an object, but to the action and the consequences of producing or earning that object. It is not a guarantee that a man will earn any property, but only a guarantee that he will own it if he earns it. It is the right to gain, to keep, to use and to dispose of material values.

Ayn Rand, The Virtue of Selfishness

“Rechte” sind ein moralisches Konzept – das Konzept, das einen logischen Übergang von den Prinzipien, die das Handeln eines Individuums leiten, zu den Prinzipien, die sein Verhältnis zu anderen leiten – das Konzept, das die individuelle Moral in einem sozialen Kontext bewahrt und schützt – die Verbindung zwischen dem Moralkodex von einem Mann und dem Rechtskodex einer Gesellschaft, zwischen Ethik und Politik. Individuelle Rechte sind das Mittel, um die Gesellschaft dem moralischen Recht zu unterwerfen.
[…]
Denken Sie daran, dass das Recht auf Eigentum wie alle anderen auch ein Recht auf Handlung ist: Es ist nicht das Recht auf einen Gegenstand, sondern auf die Handlung und die Folgen der Herstellung oder des Erwerbs dieses Gegenstandes. Es ist keine Garantie, dass ein Mann Eigentum verdient, sondern nur eine Garantie, dass er es besitzt, wenn er es verdient. Es ist das Recht, materielle Werte zu erlangen, zu behalten, zu nutzen und darüber zu verfügen.

Ayn Rand, Die Tugend des Egoismus

BioShock: Objektivismus und Minimalstaat

Andrew Ryan ist der Gründer der utopischen Unterwasserstadt Rapture im Shooter “BioShock” und soll eine Anspielung und Kritik zu Ayn Rand und ihren Ideen sein. Wüsste ich nicht wie korrupt und wahnsinnig er am Ende würde, ich würde ihn wählen. Anfangs hatte er ja auch noch respektable Ideale, nur die Umsetzung in Rapture war dann ja ziemlich fragwürdig. Aus seiner Ideologie heraus konnte er natürlich nicht gegen Fontaine/Atlas vorgehen, aber es kann doch auch nicht im Interesse einer Gesellschaft sein, sich von einem Usurpator unterwandern zu lassen. Wenn die eigenen Prinzipien einem Schaden, sollte man sie noch mal überdenken. Ryan hat sich geweigert dies zu tun und hat sich stattdessen alles zurecht rationalisiert. Bis er dann völlig durchdrehte und zum Diktator und Mörder mutierte.

Auch wenn das Spiel wahrscheinlich eine Kritik am Objektivismus und Minimalstaat sein soll, zeigt es eigentlich eher was in einem anarcho-kapitalistischen System passieren würde (ich meine Luft privatisieren? Ernsthaft?). Egal wie ich mich drehe und wende, ich komme immer wieder zu dem Schluss, dass ein Minimalstaat in Form einer durch eine Verfassung begrenzten Demokratie mit einer Regierung die den Menschen dient (nicht umgekehrt) das beste System zum Schutz von Individuellen Rechten ist.

Die große Frage ist halt: Wie, wenn überhaupt, geht strong government ohne big government? Was muss ein Minimalstaat (zusätzlich zu Polizei, Militär und Gerichten wie Ayn Rand es befürwortete) leisten können/dürfen, um die Rechte der Einwohner zu schützen* und wie begrenzt muss er gleichzeitig sein, dass er sich nicht zu einem überregulierenden, paternalistisch-autoritären Umverteilungs-Wohlfahrtsstaat wie Deutschland heutzutage entwickelt?

Auch wenn es pessimistisch klingt: Es ist wahrscheinlich eine Utopie zu denken, man könnte sowas auf ewig verhindern, aber man kann diesen Prozess durch eine gute Verfassung zumindest verlangsamen und es den Parasiten, Dirigisten, Opportunisten usw. erheblich erschweren.

We are a nation that has a government - not the other way around. And this makes us special among the nations of the earth.

-- President Ronald Reagan

Zwar ist auch Amerika mittlerweile ein reines Bürokratiemonster mit diversen Regulierungsbehörden. Aber man vergleiche nur mal die USA, ein explizit auf minarchistischen Prinzipien gegründetes Land, mit Deutschland, welches sozialistische Klauseln wie Art. 14 (2) GG aufweist („Eigentum verpflichtet“) in der Hinsicht, wie lange es gedauert hat, bis sie diesen Zustand erreichten: USA 150 Jahre und Deutschland 70 Jahre (sogar nur 30 Jahre im Falle Ost-Deutschlands). Und die USA haben immer noch sehr viel größeren Respekt vor individueller Freiheit, Unternehmertum usw.

Ich finde BioShock ist eine perfekte case-study für Politikwissenschaftler. Ich würde gerne mal eine in die Tiefe gehende Analyse dazu sehen. Auch gerne von Objektivisten, um zu erfahren, inwieweit Rapture überhaupt Ayn Rands tatsächliche Ideale abbildet (nicht viel schätze ich mal). Der einzige mir bekannte deutsche Objektivist Andreas Müller hat das Spiel zwar ein paar mal erwähnt, aber ist leider nicht weiter darauf eingegangen.

Edit: Herr Müller hat jetzt auch eine kleine Analyse zu Rapture geschrieben: Warum Rapture gescheitert ist.


*Können zb. auch wie im Fall BioShock Regeln für Werbung und Entwicklung gefährlicher Technologien aufgestellt werden, um die Leute vor Plasmidmissbrauch zu schützen? Immerhin zerstörte dieser ihre Vernunft und ihre Menschlichkeit, also die Grundlagen der Fähigkeit überhaupt Träger von Rechten sein zu können.

Reblog: MdE Franziska “Ska” Keller propagiert den Kommunismus

Wie verblendet sind unsere Leute in Deutschland eigentlich, wenn die Warnlampe nur beim Hakenkreuz angeht, nicht aber bei den Symbolen des Kommunismus, dieses Schweinesystems, das der Menschheit so unendlich viel Leid gebracht hat?

by Julius Rabenstein

Besser kann man es nicht ausdrücken. Da sitzen verfickte Terroristen in Brüssel die in unserem Namen internationale Politik betreiben. Wundert es da noch, dass die EU immer mehr in Richtung eines über-regulierenden, zentralistischen Superstaates (inkl. Armee) abdriftet? Es bringt mich zur Verzweiflung, dass man es der breiten Masse nicht klar machen kann, wie gefährlich diese Leute sind. Wie können so viele die totalitären Muster der Grünen nicht erkennen?

Es ist zum heulen.


Das Heerlager der Heiligen

20180910 keller 120180910 keller 2Quelle

Als freiheitsfeindliche Linke zeigt man sich halt mal gerne mit der Fahne der halbterroristischen Antifa.

Neben Keller, Grüne,  posiert rechts auf dem Photo Jan Philipp Albrecht, Grüne, der uns immerhin als Teletubbi zum Lachen brachte und maßgeblich an dem Entwurf der idiotischen Datenschutzgrundverordnung beteiligt gewesen sein soll und zur Optimierung seiner Unfähigkeit seit dem 01. September 2018 Landwirtschaftminister in Schleswig-Holstein ist, ein wirklich passender Nachfolger für den George-Clooney-für-Arme, Robert Habeck.

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Wie verblendet sind unsere Leute in Deutschland eigentlich, wenn die Warnlampe nur beim Hakenkreuz angeht, nicht aber bei den Symbolen des Kommunismus, dieses Schweinesystems, das der Menschheit so unendlich viel Leid gebracht hat?

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What is consciousness?

Consciousness is a philosophical and scientific axiom. It requires a brain. It is real but not material. It is our means of knowing reality (though existence is the primary axiom). The conceptual (rational) faculty builds on the material provided by the senses. Consciousness as a faculty includes the conscious mind and material stored in the subconscious, which can become conscious. Both aspects work together, with the conscious mind being active and the subconscious relatively passive. Reason is fallible and requires an epistemology and the choice to expend effort. Consciousness is our main means of survival and of human progress.

Edwin A. Locke, The Illusion of Determinism

This is a nice little summary of the objectivist view of consciousness and free will. I share this view, but I have to say that I still think that the term “free will” is misleading and redundant.

First: People tend to understand the word “free” in an anarchist kind of sense (just as the free-market economy is often understood as anarchism), as if the will was completely detached from existence, i.e. context-free. That this is not the case, and that this circumstance is no proof of determinism, is what Edwin Locke explains in the book quoted above.

Second: It is simply unnecessary to put the adjective “free” before the term “will.” Through our capacity for conceptual thinking, we are able to make choices, so, unlike animals, we can consciously choose between alternative actions. This constitutes our freedom, because we are not completely determined by causality.

Nature, to be commanded, must be obeyed.

Francis Bacon, Novum Organum

But we have to consciously set and pursue goals based on a moral code. That’s our will. In other words: The will is free by definition, otherwise it would not be will.

This also raises the exciting question of whether AI can ever develop a consciousness without (free) will (if it is even possible to produce a consciousness or an awareness process with algorithms).

Der Neid auf Reiche

Einige Kommentatoren unter dem Video “Zur Hölle mit den Reichen” – Dr. Dr. Rainer Zitelmann (Roland Baader-Treffen 2019) kritisierten, dass die Leute „die (Super-)Reichen” nicht aus Neid verurteilten, sondern weil diese oft nicht durch einen fairen Wettbewerbsprozess in ihre Position gekommen seien, dass sie ihnen durchaus ihren Reichtum gönnen würden, hätten sie ihn auf ehrliche Weise erworben.

Das wäre allerdings nur dann richtig, wenn der extreme Hass, den manche auf Reiche haben, die Richtigen, also die „Crony Capitalists“, die Vetternwirtschaft betreiben, träfe. Tut es aber meistens nicht, denn Reiche werden meist in (bewusst oder unbewusst) marxistischer Tradition pauschal als “Ausbeuter“ abgetan (als gäbe es im Westen heute noch systematische Ausbeutung). Zumindest, solange sie nicht wie ein Bill Gates durch exzessive Wohltätigkeit auffallen, also eine Art Ablasshandel für ihre „Sünde“ reich zu sein durchführen um sich die Gnade des Kollektivs zu erkaufen.

So zerstört der sozialistische Gleichheitswahn die wirtschaftliche Grundlage für eine wahrhaft wohlhabende Gesellschaft. Wichtiger noch, er zerstört die Freiheit der Bürger, weil die Bürger in einer wirklich freien Gesellschaft das natürliche und gottgegebene Recht besitzen, so viel Vermögen zu erwerben, wie sie möchten, und damit zu tun, was immer sie möchten.

1. März 2019 – von Jacob G. Hornberger

Unsere ganze Umverteilungsmaschinerie verursacht ein einziges Chaos – nicht nur ökonomisch und juristisch gesehen, sondern vor allem moralisch. Und ich glaube genau das ist das Problem in unserer Mischökonomie: Dass man nie genau weiß, wem was zusteht oder ob jemand auch wirklich komplett auf ehrliche Art und Weise reich und erfolgreich geworden ist. Deswegen kann man nicht einfach darauf hinweisen, dass Unternehmer auf einem freien Markt ausschließlich dadurch Geld erhalten, indem Leute ihnen ihre Produkte freiwillig abkaufen, da dann sofort darauf entgegnet wird, dass dies ja in der Realität oft nicht der Fall sei, weshalb man da mittels Staatsgewalt eingreifen müsse. Anders ausgedrückt ist das Problem, dass die durch den Staat/das System verursachten Wettbewerbsverzerrungen den freien Aspekten im System, also dem Kapitalismus, in die Schuhe geschoben werden. Der Staat erhält somit immer weitere Ausreden, seine Einwohner ins Kollektiv zu zwingen.

Da Kontrollen weitere Kontrollen erfordern und hervorbringen, war es das statische Element der Mischwirtschaft, das sie zerstörte; es war das freie, kapitalistische Element, das die Schuld bekam.

– Ayn Rand, Kapitalismus: Das unbekannte Ideal

Genau das meinen Libertäre/Kapitalisten, wenn sie sagen, dass Sozialismus, Interventionismus oder wie auch immer man es nennen will, zu Neid und Misstrauen führen. Da jede Interessengruppe versucht das Geld an sich umverteilen zu lassen (= Lobbyismus). Das macht es so verdammt schwierig für die Prinzipien der freien Marktwirtschaft zu argumentieren, weil es nun mal einfacher ist, das System zu seinen eigenen Gunsten auszunutzen, statt es grundlegend zu reformieren und für alle fairer zu machen. Da mit den Vorurteilen gegenüber Reichen aber auch oft Forderungen höherer Besteuerung oder gar Enteignung (ja, ich meine dich, Kollektivierungs-Kevin!), also Diebstahl, einhergehen, muss dem immer wieder in aller Deutlichkeit widersprochen werden.

Auf einen Streik der Reichen bzw. der Produktiven wie in Atlas Shrugged wird man leider nicht hoffen dürfen. Ms. Rand hat allerdings einen großen Beitrag dazu geleistet, die Ideale, an der sich eine freie, vernünftige Gesellschaft orientieren sollte, zu formulieren:

„Der freie Markt repräsentiert die gesellschaftlich Anwendung einer objektiven Werttheorie. Da Werte vom menschlichen Geist entdeckt werden müssen, müssen Menschen frei sein, sie zu entdecken — zu denken, zu studieren, ihrem Wissen physische Form zu verleihen, ihre Produkte zum Tausch anzubieten, sie zu beurteilen und auszuwählen – seien es nun materielle Waren oder Ideen, ein Laib Brot oder eine philosophische Abhandlung. Da Werte in einem Kontext entstehen, muss jeder Mensch im Kontext seines eigenen Wissens, seiner Ziele und Interessen für sich urteilen. Da Werte vom Wesen der Realität bestimmt werden, dient die Realität als letztendlicher Schiedsrichter: Wenn das Urteil eines Menschen richtig ist, gehört der Lohn ihm, wenn es falsch ist, ist er selbst sein einziges Opfer.“

– Ayn Rand, Kapitalismus: Das unbekannte Ideal

Zudem erklärt Andreas Müller in seinem Blog-Beitrag „Reiche sind keine Frohnherren mehr“ wie veraltet das Bild von Reichen bei vielen Menschen offenbar noch ist:

Offenbar ist die öffentliche Wahrnehmung der „Reichen“ einfach vom Mittelalter auf den Kapitalismus übertragen worden. Obwohl sich die Art und Weise, wie man reich wird, vollkommen geändert hat. Kapitalismuskritiker sind so reaktionär, dass ihr politisches Weltbild über tausend Jahre alt ist und sich gänzlich unbeeindruckt zeigt von den revolutionären Veränderungen seit der Industrialisierung.

18. Februar 2016 – von Feuerbringer
Source: alphacoders.com

Deus Ex: Sarif Ending – Pro Augmentation

It’s in our Nature to want to rise above our limits. Think about it. We were cold, so we harnessed fire. We were weak, so we invented tools. Every time we met an obstacle, we used creativity and ingenuity to overcome it. The cycle is inevitable… but will the outcome always be good? I guess that will depend on how we approach it.

Adam Jensen, Deus Ex: Human Revolution

Found at: thyquotes.com/deus-ex/

I can full heartedly agree with everything he says. It is the essence of who we are to always grow, invent and improve ourselves and our lives. We not only can become gods, we should. It’s the logical next step.

Picture source: alphacoders.com