Der Neid auf Reiche

Einige Kommentatoren unter dem Video “Zur Hölle mit den Reichen” – Dr. Dr. Rainer Zitelmann (Roland Baader-Treffen 2019) kritisierten, dass die Leute „die (Super-)Reichen” nicht aus Neid verurteilten, sondern weil diese oft nicht durch einen fairen Wettbewerbsprozess in ihre Position gekommen seien, dass sie ihnen durchaus ihren Reichtum gönnen würden, hätten sie ihn auf ehrliche Weise erworben.

Das wäre allerdings nur dann richtig, wenn der extreme Hass, den manche auf Reiche haben, die Richtigen, also die „Crony Capitalists“, die Vetternwirtschaft betreiben, träfe. Tut es aber meistens nicht, denn Reiche werden meist in (bewusst oder unbewusst) marxistischer Tradition pauschal als “Ausbeuter“ abgetan (als gäbe es im Westen heute noch systematische Ausbeutung). Zumindest, solange sie nicht wie ein Bill Gates durch exzessive Wohltätigkeit auffallen, also eine Art Ablasshandel für ihre „Sünde“ reich zu sein durchführen um sich die Gnade des Kollektivs zu erkaufen.

So zerstört der sozialistische Gleichheitswahn die wirtschaftliche Grundlage für eine wahrhaft wohlhabende Gesellschaft. Wichtiger noch, er zerstört die Freiheit der Bürger, weil die Bürger in einer wirklich freien Gesellschaft das natürliche und gottgegebene Recht besitzen, so viel Vermögen zu erwerben, wie sie möchten, und damit zu tun, was immer sie möchten.

1. März 2019 – von Jacob G. Hornberger

Unsere ganze Umverteilungsmaschinerie verursacht ein einziges Chaos – nicht nur ökonomisch und juristisch gesehen, sondern vor allem moralisch. Und ich glaube genau das ist das Problem in unserer Mischökonomie: Dass man nie genau weiß, wem was zusteht oder ob jemand auch wirklich komplett auf ehrliche Art und Weise reich und erfolgreich geworden ist. Deswegen kann man nicht einfach darauf hinweisen, dass Unternehmer auf einem freien Markt ausschließlich dadurch Geld erhalten, indem Leute ihnen ihre Produkte freiwillig abkaufen, da dann sofort darauf entgegnet wird, dass dies ja in der Realität oft nicht der Fall sei, weshalb man da mittels Staatsgewalt eingreifen müsse. Anders ausgedrückt ist das Problem, dass die durch den Staat/das System verursachten Wettbewerbsverzerrungen den freien Aspekten im System, also dem Kapitalismus, in die Schuhe geschoben werden. Der Staat erhält somit immer weitere Ausreden, seine Einwohner ins Kollektiv zu zwingen.

Da Kontrollen weitere Kontrollen erfordern und hervorbringen, war es das statische Element der Mischwirtschaft, das sie zerstörte; es war das freie, kapitalistische Element, das die Schuld bekam.

– Ayn Rand, Kapitalismus: Das unbekannte Ideal

Genau das meinen Libertäre/Kapitalisten, wenn sie sagen, dass Sozialismus, Interventionismus oder wie auch immer man es nennen will, zu Neid und Misstrauen führen. Da jede Interessengruppe versucht das Geld an sich umverteilen zu lassen (= Lobbyismus). Das macht es so verdammt schwierig für die Prinzipien der freien Marktwirtschaft zu argumentieren, weil es nun mal einfacher ist, das System zu seinen eigenen Gunsten auszunutzen, statt es grundlegend zu reformieren und für alle fairer zu machen. Da mit den Vorurteilen gegenüber Reichen aber auch oft Forderungen höherer Besteuerung oder gar Enteignung (ja, ich meine dich, Kollektivierungs-Kevin!), also Diebstahl, einhergehen, muss dem immer wieder in aller Deutlichkeit widersprochen werden.

Auf einen Streik der Reichen bzw. der Produktiven wie in Atlas Shrugged wird man leider nicht hoffen dürfen. Ms. Rand hat allerdings einen großen Beitrag dazu geleistet, die Ideale, an der sich eine freie, vernünftige Gesellschaft orientieren sollte, zu formulieren:

„Der freie Markt repräsentiert die gesellschaftlich Anwendung einer objektiven Werttheorie. Da Werte vom menschlichen Geist entdeckt werden müssen, müssen Menschen frei sein, sie zu entdecken — zu denken, zu studieren, ihrem Wissen physische Form zu verleihen, ihre Produkte zum Tausch anzubieten, sie zu beurteilen und auszuwählen – seien es nun materielle Waren oder Ideen, ein Laib Brot oder eine philosophische Abhandlung. Da Werte in einem Kontext entstehen, muss jeder Mensch im Kontext seines eigenen Wissens, seiner Ziele und Interessen für sich urteilen. Da Werte vom Wesen der Realität bestimmt werden, dient die Realität als letztendlicher Schiedsrichter: Wenn das Urteil eines Menschen richtig ist, gehört der Lohn ihm, wenn es falsch ist, ist er selbst sein einziges Opfer.“

– Ayn Rand, Kapitalismus: Das unbekannte Ideal

Zudem erklärt Andreas Müller in seinem Blog-Beitrag „Reiche sind keine Frohnherren mehr“ wie veraltet das Bild von Reichen bei vielen Menschen offenbar noch ist:

Offenbar ist die öffentliche Wahrnehmung der „Reichen“ einfach vom Mittelalter auf den Kapitalismus übertragen worden. Obwohl sich die Art und Weise, wie man reich wird, vollkommen geändert hat. Kapitalismuskritiker sind so reaktionär, dass ihr politisches Weltbild über tausend Jahre alt ist und sich gänzlich unbeeindruckt zeigt von den revolutionären Veränderungen seit der Industrialisierung.

18. Februar 2016 – von Feuerbringer

Mises: The Essence of Economic activity


“All human action, so far as it is rational, appears as the exchange of one condition for another. Men apply economic goods and personal time and labour in the direction which, under the given circumstances, promises the highest degree of satisfaction, and they forego the satisfaction of lesser needs so as to satisfy the more urgent needs. This is the essence of economic activity — the carrying out of acts of exchange.”

Ludwig von Mises, Socialism: An Economic and Sociological Analysis

“Alles menschliche Handeln erscheint, sofern es rational ist, als ein Vertauschen eines Zustandes mit einem anderen. Die zur Verfügung stehenden Gegenstände des Handelns – die wirtschaftlichen Güter und die eigene Arbeit und Zeit – werden in die Verwendung gebracht, die den höchsten unter den gegebenen Verhältnissen erreichbaren Grad von Wohlfahrt verbürgt. Auf die Befriedigung weniger dringender Bedürfnisse wird verzichtet, um dringendere zu befriedigen. Das ist das Um und Auf der Wirtschaft. Sie ist die Durchführung von Tauschoperationen.”

Ludwig von Mises, Die Gemeinwirtschaft – Untersuchungen über den Sozialismus (1922)

Picture source: wiwo.de/politik

Mises: The purpose of democracy


“Persons and systems in the government of non-democratic states can be changed by violence alone. The system and the individuals that have lost the support of the people are swept away in the upheaval and a new system and other individuals take their place. But any violent revolution costs blood and money. Lives are sacrificed, and destruction impedes economic activity. Democracy tries to prevent such material loss and the accompanying psychical shock by guaranteeing accord between the will of the state — as expressed through the organs of the state — and the will of the majority. This it achieves by making the organs of the state legally dependent on the will of the majority of the moment.”

Ludwig von Mises, Socialism: An Economic and Sociological Analysis

“In nicht demokratischen Staatswesen kann sich Personen- und Systemwechsel in der Regierung nur auf gewaltsame Weise vollziehen. Der gewaltsame Umsturz beseitigt das System oder die Personen, die die Wurzel in der Bevölkerung verloren haben, und setzt an ihre Stelle andere Personen und ein anderes System.

Doch jede gewaltsame Umwälzung kostet Blut und Gut. Menschenopfer fallen, und der Gang der Wirtschaft wird durch Zerstörungen unterbrochen. Diese materiellen Kosten und die seelischen Erschütterungen, die mit jeder gewaltsamen Veränderung der politischen Verhältnisse verbunden sind, zu ersparen, ist die Funktion der demokratischen Verfassungsform. Die Demokratie schafft für die Übereinstimmung des durch die staatlichen Organe zum Ausdrucke gelangenden Staatswillens und des Volkswillens eine Gewähr, indem sie die Staatsorgane in eine rechtliche Abhängigkeit von dem jeweiligen Volkswillen bringt.”

Ludwig von Mises, Die Gemeinwirtschaft – Untersuchungen über den Sozialismus (1922)

Picture source: wiwo.de/politik

Mises about Redistribution


“Our whole civilization rests on the fact that men have always succeeded in beating off the attack of the re-distributors.”

Ludwig von Mises, Socialism: An Economic and Sociological Analysis

“Unsere ganze Zivilisation beruht auf der Tatsache, dass es den Menschen immer gelungen ist, den Angriff der Umverteiler abzuwehren.”

Ludwig von Mises, Die Gemeinwirtschaft – Untersuchungen über den Sozialismus (1922)

Picture source: wiwo.de/politik

Mises: The relation between nationalism and socialism (or “the right” vs. “the left”)


“The nationalist, too, affirms Socialism, and objects only to its Internationalism. He wishes to combine Socialism with the ideas of Imperialism and the struggle against foreign nations. He is a national, not an international socialist; but he, also, approves of the essential principles of Socialism.”

Ludwig von Mises, Socialism: An Economic and Sociological Analysis

“Auch der Nationalismus bejaht den Sozialismus; was er ihm vorzuwerfen hat, ist lediglich das, daß er „international“ sei. Der Nationalist will auch den Sozialismus mit den Gedanken des Imperialismus und des Kampfes gegen die fremden Völker verbinden. Er ist nicht internationaler, sondern nationaler Sozialist; aber auch er bekennt sich im Wesen zum Sozialismus.”

Ludwig von Mises, Die Gemeinwirtschaft – Untersuchungen über den Sozialismus (1922)

Hitler didn’t call his ideology national-socialism for nothing. Also, it is no coincidence that the AfD has its biggest electoral successes in east germany, i.e. in the former GDR. Just sayin’.

Picture source: wiwo.de/politik

Mises: The welfare state and socialisms goals


“No longer should individuals by their buying or abstention from buying determine what is to be produced and in what quantity and quality. Henceforth the government’s unique plan alone should settle all these matters. ‘Paternal’ care of the ‘Welfare State’ will reduce all people to the status of bonded workers bound to comply, without asking questions, with the orders issued by the planning authority.”

“To abolish private property in the means of production, to make the means of production the property of the community, that is the whole aim of Socialism.”

Ludwig von Mises, Socialism: An Economic and Sociological Analysis

“Nicht mehr sollte der Einzelne durch seinen Kauf oder Kaufverzicht bestimmen, was in welcher Menge und Qualität produziert werden soll. Fortan sollte der einzigartige Plan der Regierung alle diese Angelegenheiten regeln. Die “väterliche” Betreuung des “Wohlfahrtsstaates” reduziert alle Menschen auf den Status eines Schuldners, der verpflichtet ist, die von der Planungsbehörde erteilten Anordnungen zu befolgen, ohne Fragen zu stellen.”

“Das Privateigentum an den Produktionsmitteln abzuschaffen, die Produktionsmittel zum Eigentum der Gemeinschaft machen, das ist das ganze Ziel des Sozialismus.”

Ludwig von Mises, Die Gemeinwirtschaft – Untersuchungen über den Sozialismus (1922)

That is the ultimate consequence of socialism. Whether you like it or not. Therefore, it can not work and will never work, because people have free willand reason. And they have to use them to sustain their lifes. A system that reduces people to drones is EVIL, out of touch with reality and can not work – no matter how much the oh-so-social left writhes. It is stupid and paradoxical to even call this system “socialism” because it is the exact opposite of social.
No offense, but people who defend something like that either have no idea, are cowards or just hungry for power.

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Mises: Free Markets and Democracy

“Die freie Marktwirtschaft ist eine ökonomische Demokratie, in der jeder Penny das Recht gibt zu wählen.”

“Wenn wir eine kapitalistische Gesellschaft als Konsumendemokratie bezeichnen, meinen wir, dass die Verfügungsmacht über die Produktionsmittel, die den Unternehmern und Kapitalisten gehören, nur durch die täglich auf dem Markt gehaltene Abstimmung der Verbraucher erworben werden kann.”

“The free market economy is an economic democracy in which every penny gives the right to vote.”

When we call a capitalist society a consumers’ democracy we mean that the power to dispose of the means of production, which belongs to the entrepreneurs and capitalists, can only be acquired by means of the consumers’ ballot, held daily in the market-place.”

Ludwig von Mises, Die Gemeinwirtschaft – Untersuchungen über den Sozialismus (1922)  Ludwig von Mises, Socialism: An Economic and Sociological Analysis

Picture source: wiwo.de/politik